Landseer vom königlichen Wald
Landseer vom königlichen Wald 

ERBKRANKHEITEN

Thrombozytopathie

Hunde, die unter dieser erblichen Form der Thrombopathie leiden, weisen ungewöhnlich viele Äderungen, Hämatome und Quetschungen auf, da ihre Thrombozyten nicht richtig auf Aktivierungssingale antworten.

 

 

Cystinurie

Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren. Dies führt zur erhöhten Steinbildung und Ausscheidung über die Niere. Die Harnsteine, die die klinischen Symptome verursachen, treten schon im Alter von 4- 6 Monaten auf.

 

 

Hyperurikosurie (SLS)

Die Hyperurikosurie und Hyperurikämie ist eine von Geburt an auftretende Veränderung im Purinstoffwechsel. Der Gehalt an Harnsäure ist im Plasma wie im Harn um das 2- bis 4- fache höher als bei gesunden Hunden (Hyperurikämie ).

Es kommt zur Bildung von Blasensteinen, die häufig operativ entfernt werden müssen. Betroffene Hunde sollten vorbeugend eine purinarme Diät erhalten, außerdem muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. 

 

 

Muskeldystrophie (MD)

Die Muskeldystrophie (MD) ist eine unwillkürliche, progressiv verlaufende Erkrankung. Betroffene Hunde weisen erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, Muskelatrophie mit Krämpfen, Fibrosen und Kardiomyopathie auf. Erkrankte Hunde können sich nur sehr schwer und langsam bewegen, sie schaffen keine längeren Strecken zu laufen oder sind oft gar nicht imstande zu laufen. Beginn der Symptomatik ist in der Regel im Alter von 3- 6 Monaten, der Tod tritt erfahrungsgemäß zwischen 4 und 24 Monaten ein.

 

 

Degenerative Myelopathie (DM) Exon 2

Die canine degenerative Myelopathie (DM) ist eine schwere neurodegenerative Erkrankung mit spätem Beginn ungefähr ab dem 8. Lebensjahr. Die Erkrankung ist durch eine Degeneration der Nerven im Brust- und Lendenteil des Rückenmarks gekennzeichnet, was eine progressive Ataxie und Parase verursacht. Man beobachtet die ersten klinischen Anzeichen in der Hinterhand in Form von unkoordinierten Bewegungen, einer gestörten Eigenawahrnehmung und gestörter Reflexe. Schreitet die Erkrankung weiter fort, weitet die sich auf die vorderen Gliedmaße aus. Als Risikofaktor für die Entwicklung einer DM wurde eine Mutation im Exon 2 des

SOD1-Gens bei vielen Rassen nachgewiesen. Bei Berner Sennenhunden gibt es zusätzlich eine Mutation im Exon 1 dieses Gens, die ebenfalls mit der DM in Zusammenhang steht.

 

 

Maligne Hyperthermie (MH)

Die Maligne Hyperthermie ist eine vererbte Fehlfunktion des Skelettmuskels die sich nach Gabe von Muskelrelaxantien oder flüchtigen Betäubungsmitteln entwickelt. Die Hunde leiden nach der Gabe dieser Medikamente unter Tachykardie, Hyperthermie und erhöhter CO2- Produktion.

 

 

D-Lokus (Dilution,Farbverdünnung)

Hervorgerufen durch eine Mutation am D-Lokus treten in einigen Hunderassen Tiere mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe auf. Der Erbgang ist autosomal- rezessiv, d.h. die Farbverdünnung entsteht nur, wenn das mutierte Allel homozygot vorliegt. Unter dem Einfluss des defekten Gens kommt es sowohl zur Verdünnung von Eumelanin (schwarz/ braun) als auch von Phäomelenin (rot/ gelb) gefärbtem Fell. In den verschiedenen Hunderassen wird die resultierende Fellfärbung unterschiedlich benannt.

 

 

All die oben genannten Krankheiten/Gendefekte lassen sich über einen Gentest(Blut/Speichel) festellen, man kann es dem Hund von außen meist nicht ansehen. Einige lassen sich gut behandel andere leider nicht.

 

Meine Hündin ist frei von diesen Gendefekten. Von ihr wurde ein DNA Profil erstellt und auf alle Gendefekte die genannt sind getestet. Wir freuen uns sehr . 

Gelekserkrankungen

Wie die meisten großwüchsigen Hunde, so zeigen auch Landseer eine gewisse,mehr oder weniger ausgeprägte Anfälligkeit für Gelenkserkrankungen wie z.b. HD (Hüftgelenksdysplasie),ED(Ellenbogendysplasie) und OCD (Osteochondrosis dissecans).

Für die Zuchthunde bestehen Untersuchungen und Kontrollvorschriften,doch auch für den ,,normalen Haushund" sollte man zumindest ein Informatives Hüftröntgen im Alter von mindestens 15 Monaten veranlassen. Dabei wird das untersuchte Hüftgelenk in festgelegten HD-Kategorien eingeteilt,die von HD-A(kein Hinweis auf HD) bis zu HD-E(schwere HD)reichen.

Bei der HD handelt es sich um eine Fehlentwicklung des Hüfgelenks. Für die Entstehung dieser Fehlentwicklung gibt es unterschiedliche Ursachen,Genetik,Bewegung,Ernährung oder Trauma. Doch spielt die Genetik auch eine Rolle, weswegen die Zucht mit mittlerer bis schwerer HD behafteten Tieren in Deutschland durch den ,,Verband für das Deutsche Hundewesen"verboten ist. Bei der unkontrollierten Hundezucht und der bloßen Hundevermehrung wird auf diese Untersuchungen und möglich resultierende Konsequenzen zumeist kein Augenmerk gerichtet!

Ein weitere Grund,solche,,Züchter"zu meiden!

ED(Ellbogendysplasie)ist eigentlich ein Sammelbegriff für Erkrankungen im Ellbogengelenk,die Lahmheiten verursachen.Hierzu gehören Knorpeldefekte und gelöste Wachstumsfugen,welche sich als

a. Proc.Anconaeus oder als b.)Corinoideus diagnostizieren lassen. Verleiht dem gestreckten Ellenbogengelenk eine Stabilität gegen Seitwärts und Rotationsbewegungen. Seine Ablösung ( isolierter oder fragmentierter Proc. anconaeus) führt zur leichten Instabilität des Gelenkes. ...

Bei der OCD wirken sich Knorpeldefekte hinderlich auf die Durchblutung des Gelenkknorpels aus.OCD kommt an verschiedenen Gelenken vor,findet sich aber besonderst häufig am Oberarmkopf(Humeruskopf),wo sie zu Schulterlahmheit führt.